Motorradfahren ist eine Leidenschaft, die viele Menschen rund um die Welt begeistert und miteinander teilen. Auch wir haben uns der Zweiradtechnik mit Hingabe gewidmet und möchten Sie hier über aktuelle Angebote aus unserem Betrieb informieren.



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         Liqui Moly     

       Motorbike Speed Additive Shooter

Liqui Moly Motorbike Speed Additive Shooter 80ml

Moderne aschefreie Wirkstoff-Kombination mit beschleunigungsverbessernden, reinigenden, dispergierenden und werkstoffschützenden Eigenschaften.

Features:

  • guter Korrosionsschutz
  • rückstandsfreie Verbrennung
  • gewährleistet eine optimale Verbrennung
  • verbessert die  Beschleunigung
  • entfernt Ablagerungen im gesamten Kraftstoffsystem
  • hohe Wirtschaftlichkeit
  • verhindert Vergaservereisung
  • höhere Leistungsausbeute

Anwendung:

Für 2-Takt und 4- Takt-Benzinmotoren (Vergaser und Einspritzer). 80 ml ausreichend für bis zu 10 Liter Kraftstoff. Einsatzempfehlung bei jedem Tankvorgang.


Saisonstart: Checken,     üben und dann fahren     Ratgeber: Saisonstart für Biker 

    Der Start in die neue Motorradsaison steht an. Doch vor der ersten großen Tour sollten Biker zunächst noch die Technik am Zweirad prüfen und sich selbst anschließend vorsichtig warmfahren.

    Das Warten hat ein Ende: Die deutlich steigenden Temperaturen in den kommenden Tagen und strahlender Sonnenschein locken Motorradfahrer wieder in Massen auf die Straße.

    Doch wer als Biker auf Nummer sicher gehen will, sollte vor der ersten Ausfahrt sein Zweirad einem kleinen Technikcheck unterziehen.

    Darüber hinaus empfiehlt es sich, es auf der ersten Ausfahrt trotz bester Wetterbindungen etwas ruhiger angehen zu lassen.

Vor dem Start in die neue Motorradsaison lohnt sich zunächst ein     kritischer Blick auf Bremsen und Reifen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann diese auch vom Fachmann in der Werkstatt oder bei TÜV, oder Dekra     prüfen lassen.Dort können auch die Bremsleitungen auf Dichtigkeit getestet und die     Bremsflüssigkeit auf ihr Alter hin kontrolliert werden.Sie sollte spätestens alle zwei Jahre getauscht werden, um einen stabilen     Bremsdruck zu sichern.Bremsscheiben werden auf Riefen oder Rostbefall und die Stärke der     Bremsbeläge überprüft.Auch die Profiltiefe der Reifen ist wichtig: Laut Gesetzgeber sind     mindestens 1,6 Millimeter vorgeschrieben, zwischen zwei und drei Millimeter sollten es aber dennoch sein. In aufgebocktem Zustand können die Reifen auch auf Risse, poröse Stellen und Beulen hin     untersucht werden.Zum Schluss wird noch der Druck kontrolliert und gegebenenfalls     eingestellt. Bei Motorrädern mit Kettenantrieb sollte ausreichende Schmierung vorhanden sein und die richtige Spannung eingestellt werden.Diese überprüft man am besten, indem man die Kette nach oben und unten     drückt - dabei sollte sie sich rund zwei Fingerbreit auf und ab bewegen lassen.Bei Kardanantrieb reicht die Kontrolle des Ölstandes, und bei allen     Motorrädern sollte auch jener des Motors kontrolliert werden.Ist das Moped startklar, empfiehlt sich ein kleines Warmfahrtraining auf     einem freien und großen Parkplatz.Dort kann bei Schrittgeschwindigkeit die Balance kontrolliert und     anschließend mit etwas mehr Tempo starkes Bremsen sowie schnelles Einlenken geübt werden, ohne den Verkehr zu stören.Erfahrungsgemäß ist das Reaktions- und Wahrnehmungsvermögen zum     Saisonstart nicht mehr so ausgeprägt wie zum Saisonende.

    Auf größere Touren sollte bei den ersten Ausfahrten deshalb auch verzichtet werden.

    Sicherer ist es, sich langsam wieder an das Bike und den Verkehr zu gewöhnen.  Denn nicht nur für Biker ist die Motorradsaison noch frisch,     auch die Autofahrer müssen sich wieder auf die schmalen und schnellen Flitzer einstellen.

    Außerdem sind viele Straßen nach dem langen und harten Winter in einem schlechten Zustand. Vor allem auf Landstraßen können Schlaglöcher und Streumaterial für böse Überraschungen sorgen.

    Autor / Redakteur: Mario Hommen/SP-X / Judith Leiterer  -  Bike and Business





Motorradfahren ist eine Leidenschaft, die viele Menschen rund um die Welt begeistert und miteinander teilen. Auch wir haben uns der Zweiradtechnik mit Hingabe gewidmet und möchten Sie hier über aktuelle Angebote aus unserem Betrieb informieren.

 

 


 










hilfreiche Tipps für den Winter

So kommt Ihr Motorrad gut durch den Winter

Bei einer längeren Pause, könnte es sich finanziell lohnen, das   Motorrad abzumelden – falls Sie nicht sowieso ein Saisonkennzeichen   haben. Aber Achtung: ein Fahrzeug muss stets ein halbes Jahr am Stück   zugelassen sein, um den nächst höheren Schadensfreiheitsrabatt bei der   Versicherung zu bekommen.

Wer beruhigt die nächste Saison angehen  möchte, wird anstehende TÜV- und Inspektions-Termine vorziehen. Auch  eventuelle Reparaturen oder Veränderungen am Fahrzeug lassen sich nun  gut erledigen. Soll das Bike schließlich nicht mehr bewegt werden,  empfiehlt sich das sachgemäße „Einmotten“. Einfach nur abdecken und ein  halbes Jahr vergessen führt im Frühjahr meist zu unangenehmen  Überraschungen: Korrosions-, Batterie-, Vergaserprobleme und sonstige  Standschäden sind programmiert.

Bevor wir unsere „Winterkur“  beginnen, fahren wir noch einmal zur Tankstelle und füllen den Tank  schön randvoll mit Benzin – so kann er nicht rosten. Eventuell  vorhandenes Wasser im Tank bindet ein Kraftstoff-Systemreiniger.

                                      Sorgen Sie für einen Luftdruck von ca. 0,5 bar über Sollwert                  

Mehr Reifendruck gegen Standplatten

An der Luftdrucksäule versorgen wir die Pneus mit einem etwas erhöhten Druck: 0,5 bar über Herstellerangabe sind o.k.

                                           Eine gründliche Reinigung versteht sich fast von selbst                  

Putzen und konservieren

Es folgt nun die wichtige, gründliche Reinigung des Bikes – wobei wir besonderes Augenmerk auf die entlegeneren Stellen richten (z. B. unterm Tank, unter der Sitzbank, der Verkleidung etc., siehe auch Schraubertipp „Waschen“). Als Nächstes sollte das Bike ganz besonders sorgfältig mit Konservierungssprays versorgt werden.

                                     Schutz vor Witterungseinflüssen                   

Korrosionsschutz

Verkleidung inkl. Scheibe, Tank, Seitendeckel und Bürzel freuen sich über einen guten Hartwachskonservierer für Lackteile. Motor und Auspuff (auch lackierte, da Wachs durch Erwärmung hier zu  Verfärbungen führen könnte) und das komplette Fahrwerk (insbesondere Schweißnähte und die entlegenen Stellen) bekommen ein Korrosionsschutzspray verpasst. Auch die Dämpferstangen der Stoßdämpfer und die Gabelstandrohre nicht vergessen, denn schon kleine Rostpickel führen hier zu Undichtigkeiten.

Sollten bei der Reinigung etwaige Roststellen zum Vorschein gekommen sein, schleifen wir diese gründlich aus und lackieren sie anschließend mit Sprüh- oder Tupflack, damit der Korrosionsherd sich über den Winter nicht noch weiter ausdehnt. Stets erst Rostschutzgrundierung, dann Decklack auftragen.

Nun werden sorgfältig alle beweglichen Gelenke und Hebel gefettet. Unsere Korrosionsschutz-Kur schließen wir ab, indem wir in jedes Zündkerzenloch ein kleines Löffelchen Motoröl geben und den Auspuff mit einem öligen Lappen verstopfen (Hinweis: Fahrzeug muss vollständig abgekühlt sein). Die Kette bekommt noch einmal frisches Kettenspray, nachdem wir sie mit einem speziellen Kettenreiniger zuvor von Schmutz und schmirgelnden Steinchen befreit haben. Das Kettenspray wird immer auf die innere Seite des unteren Kettentrumms gesprüht, das (entlastete) Hinterrad dabei langsam von Hand drehen.

                                     Profis entleeren den Vergaser – für mehr Spaß im Frühling!                  

Vergaser entleeren

Nun werden die Schwimmerkammern des Vergasers entleert. Wer dazu seinen Motor nicht einige Zeit im Stand laufen lassen möchte, nimmt sich ein kleines Gefäß und entleert die Schwimmerkammern über die dafür vorgesehenen Ablassschrauben. Dies ist sehr wichtig, denn wenn das Benzin im Vergaser verdunstet, hinterlässt es harzige Rückstände, die im Frühjahr ungleichmäßigen Motorlauf und Startschwierigkeiten bewirken können. Damit kein Benzin mehr in die Vergaser nachläuft, wird der Benzinhahn in die „OFF“-Stellung gebracht. Bietet der Hahn diese Möglichkeit nicht, zieht man am besten die Zuleitung vom Vergaser ab und verschließt sie mit einer Schraube.

                                     Kraftstoff-Systemreiniger einfüllen                  

Kraftstoff-System schützen

Motorräder mit Einspritzanlagen, die über keine herkömmliche, ablassbare Schwimmerkammer verfügen, schützt man mit einem entsprechenden Additiv, welches dem Benzin beigegeben wird. Viele Fahrzeughersteller empfehlen dies in der Bedienungsanleitung. Auch bei Vergasermodellen wirkt sich das Additiv reinigend auf Düsen, Kanäle und Bohrungen aus, bindet Kondenswasser im Tank und ist daher sehr empfehlenswert.

                            Überprüfen des Säurestandes in Ihrer Batterie …                  

Batterie ausbauen und warten

Auch die Batterie will „umsorgt“ werden. Das bedeutet in der Regel den Ausbau und bei Standard-Blei-Batterien das Überprüfen des Säurestandes. Ggf. wird mit demineralisiertem Wasser (niemals mit Säure) bis zur Max.-Marke aufgefüllt.

                                     … und danach im Trockenen ab ans Ladegerät.                  

Batterie ans Ladegerät

Die Batterie überwintert am besten in einem frostfreien Raum, angeschlossen an ein Automatikladegerät, das für eine geringe, regelmäßige Ladung sorgt.

                                     Das Aufbocken entlastet dauerhaft die Reifen!                  

Reifen entlasten

Abschließend wird das Motorrad so aufgebockt, dass beide Räder entlastet sind. Ist ein Hauptständer vorhanden, unterstützt man den Motorradrahmen nach vorn hin zusätzlich mit Holzblöcken oder Mauersteinen (Rahmen mit Lappen vor Kratzern schützen). Fehlt ein Hauptständer, empfehlen sich Montageständer. Können die Räder nicht entlastet werden, genügt es auch, diese alle paar Wochen ein bisschen weiter zu drehen, sodass sich keine Druckstellen vom Stehen bilden.

                                     Eine Abdeckhaube ist draußen auf jeden Fall Pflicht                  

Motorrad abdecken

Muss das Bike draußen überwintern, so ist eine Abdeckhaube Pflicht. Diese sollte atmungsaktiv sein oder über entsprechend dimensionierte Belüftungsöffnungen verfügen. Die Haube sollte nicht auf Teilen aufliegen, die noch feucht von Pflegemittelresten oder Sprühöl sind – im ungünstigen Fall könnte es zu einer chemischen Reaktion kommen, sodass die Abdeckung am Motorrad festklebt. Steht das Fahrzeug im Trockenen, so reicht eine relativ preiswerte, atmungsaktive Staubschutz-Abdeckhaube aus.

                                     Eine spezielle Korrosionsschutz-Haube ...                  

Korrosionsschutz zum drüberziehen

Wer sein Motorrad so auf die kommende Saison vorbereitet, der kann sich eigentlich die ganze dunkle Jahreszeit darüber freuen, dass im Frühjahr Sätze wie „Kannste mal mit anschieben?“ oder „Na toll, jetzt kann ich die kompletten Vergaser zerlegen.“ von anderen ausgesprochen werden.

                                                              ... hilft besonders bei längeren Standzeiten.    

 für Fragen hinsichtlich Überwinterung, stehen wir gern zur Verfügung

 


wichtiger Hinweis:

Wir empfehlen wir, den dauerhaften Gebrauch von E10 Kraftstoff in unseren Fahrzeugen zu vermeiden.

Im Frühjahr 2011 führt die deutsche Mineralölindustrie eine neue Spritsorte ein, die umweltfreundlicher und nachhaltiger
sein soll und zur Reduktion des CO2-Verbrauches im Verkehrssektor beitragen soll. Der neue Kraftstoff mit höherem
Bioethanol-Anteil von zehn Prozent heißt “Super E10″ und ist schon kurz vor seiner Einführung heftig umstritten.
Daher werden wir Ihnen hier einige Informationen geben.

Was ist Super E10?

E10 bezeichnet Benzin, das gegenüber dem bisherigen Benzin einen höheren Anteil an Bioethanol enthält. „E“ steht für
Ethanol, die Zahl „10“ gibt an, dass das Benzin bis zu 10 Prozent Bioethanol enthalten kann. Bisher betrug der
Ethanolanteil im Benzin bis zu 5 %. Bioethanol ist ein Alkohol-Kraftstoff, der sich aus nachwachsenden Rohstoffen wie
zum Beispiel Getreide oder Zuckerrüben sowie in Zukunft verstärkt Pflanzenresten und Holzabfällen gewinnen lässt
(Biomasse).

Warum wird E10 eingeführt?

Die Beimischung von Bioethanol soll die Klimabilanz des Kraftstoffes verbessern. Das CO2, das bei der Verbrennung freigesetzt wird, haben die Pflanzen während des Wachstums durch Fotosynthese aufgenommen. Die Einführung soll daher einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Über diesen Punkt gibt es reichlich Streit. Kritiker behaupten, bei der Herstellung von E10 werde mehr CO2 ausgestoßen als nachher im Motor wieder eingespart wird. Auch Punkte wie  landwirtschaftliche Monokultur, Brandrodung, Düngemittel, Herbizide, Transportwege, Grundwasserverschmutzung und dergleichen müssen mit in die Waagschale geworfen werden.

Wer hat die Einführung von E10 beschlossen?

Grundlage ist eine europäische Richtlinie, die in anderen Ländern wie Frankreich schon länger umgesetzt wurde. In Deutschland hat der Bundesrat erst im Dezember 2010 seine Entscheidung hierzu getroffen. Gesetzliche Grundlage in Deutschland sind das 9. Gesetz zur Änderung des Bundesimmissionsschutzgesetzes, die Verordnung zur Einführung von E10-Kraftstoffen sowie die Rechtsbereinigung im Bereich Beschaffenheit und Auszeichnung der Qualitäten von Kraft- und Brennstoffen (10. BImSchV).

Warum gibt es Probleme mit E10?

Ethanol hat etwas andere chemische Eigenschaften als Benzin. Ethanol ist zum einen hydrophil, bindet also Wasser und dadurch kann es bei längerem Gebrauch und vor allem während der Standzeiten (bei 2 Radfahrzeugen oft während des ganzen Winters) zu chemischen Reaktionen (Korrosion) in Motor, an den Ansaugtrakt- Aluteilen (wie Vergaser etc.), Kraftstoffsystem und im Blechtank kommen. Zum anderen ist Ethanol lipophil, also fettlösend. Daher können Dichtungen aufgelöst werden und Gummiteile quellen. Zudem würden aufgrund der geringeren Energiedichte von Ethanol der Kraftstoffverbrauch und damit die CO2-Emissionen steigen.

Wie können Probleme mit E10 verhindert werden?

Durch Beimischung von 1% 2-Takt-Mischöl (Qualität ASO FC oder API TC) kann ein gewisser Korrosionsschutz erreicht werden. Da moderne Mischöle nahezu rückstandslos verbrennen und katneutral sind, bestehen hier zur Verwendung keine Bedenken. Die negativen Auswirkungen auf Gummiteile und Dichtungen werden dadurch allerdings nicht vermieden. Eine weitere Möglichkeit wäre, zum E10 ein Zusatz-Additiv beizumengen, welches sowohl korrosionsmindernde als auch wasserbindende Eigenschaften besitzt. Die lösenden Eigenschaften des E10 Kraftstoffes können hier aber ebenfalls nicht gänzlich aufgehoben werden.
Zusammenfassend empfehlen wir, den dauerhaften Gebrauch von E10 Kraftstoff in unseren Fahrzeugen zu vermeiden. Zumal, nach Beschluss der Bundesregierung, als Alternative weiterhin E5 Kraftstoff angeboten werden muss.

 

 

 

 

Das Märchen von einem einzigen Öl für alle Autos und Zweiräder

LIQUI MOLY erklärt, warum es so viele verschiedene Motoröle gibt

                                                                                                                                          Oliver Kuhn

Juli 2018 – Vor vielen, vielen Jahren war es einfach: Man musste sich keine Gedanken um das richtige Motoröl machen, weil dasselbe Öl für nahezu alle Autos geeignet war. Das ist heute ganz anders. Oliver Kuhn, stellvertretender Leiter des Öllabors bei LIQUI MOLY, erklärt, warum es kein Universalmotoröl mehr gibt.

Früher war es fast schon egal, welches Öl man in den Motor füllte: Es gab kaum unterschiedliche Ölsorten und das Auto vertrug beinahe alles. Später kamen mehr Ölsorten hinzu, aber da boten die unterschiedlichen Viskositäten wie 10W-40 oder 15W-40 immerhin noch Orientierung. Damit wird bezeichnet, wie dick- oder dünnflüssig das Öl in kaltem und heißem Zustand ist. Aber heute sei die Viskosität nur noch eine von vielen wichtigen Eigenschaften und helfe bei der Suche nach dem richtigen Öl kaum weiter, so Oliver Kuhn.

Entscheidend sind heute Industrienormen fürs Motoröl wie zum Beispiel vom europäischen Autoherstellerverband ACEA oder vom American Petroleum Institute (API). Darüber hinaus haben vor allem europäische Autohersteller eigene Ölspezifikationen entwickelt. „Insgesamt gibt es derzeit mehr als 50 Spezifikationen für Motoröl“, erklärt Oliver Kuhn.

Aber wie kam es, dass der Dschungel aus Ölsorten immer weiter wuchs? In ihrem Bemühen, den Kraftstoffverbrauch und damit auch die Emissionen zu verringern, haben insbesondere europäische Autohersteller das Motoröl als eine von vielen Stellschrauben entdeckt. Wenn sie einen neuen Motor entwickeln, werden die Eigenschaften, die das Öl haben soll, frühzeitig festgelegt. Es liegt dann an den Ölherstellern, ein solches Öl zu entwickeln. Weil jeder Autohersteller andere technologische Ansätze verfolgt, weichen die geforderten Öl-Eigenschaften voneinander ab. Manchmal lassen sich mehrere Eigenschaften in einem einzigen Öl kombinieren, manchmal aber auch nicht.

Damit ist aus dem allgemeinen Schmiermittel früherer Jahrzehnte eine hochspezialisierte Flüssigkeit geworden. Und deshalb kann es heute kein Universalöl geben, das für alle Fahrzeuge passt. „Wer etwas anderes behauptet, hat entweder keine Ahnung oder will die Leute über den Tisch ziehen“, so Oliver Kuhn. LIQUI MOLY produziert ausschließlich in Deutschland und hat das passende Öl für praktisch jedes Auto.

Die Frage nach dem „besten Öl“ kann also gar nicht pauschal beantwortet werden. Stattdessen geht es darum, für jedes Auto das jeweils richtige Öl zu verwenden. Heute ist Motoröl wie ein flüssiges Ersatzteil. Das falsche Öl einzufüllen ist wie ein Ersatzteil einzubauen, das nicht passt. Hier drohen Gefahren, die über etwas Ölschlamm weit hinausgehen. Tatsächlich gibt es Öl-Motor-Kombinationen, bei denen der Motor nach wenigen hundert Kilometern zerstört würde. Welches das richtige Öl für ein Fahrzeug ist, sagt das Handbuch oder der Ölwegweiser unter www.liqui-moly.de. Einfach Marke, Modell und Motorisierung eingeben und man erhält eine Liste mit passenden Ölen.

Eine Trendwende zu weniger Ölsorten ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: In Zukunft wird die Ölvielfalt noch weiter wachsen und sich der Trend zu immer spezielleren Ölen fortsetzen. „Das macht das Leben für Autofahrer wie für Mechaniker noch komplizierter“, so Oliver Kuhn. „Auch für uns als Hersteller wären weniger Ölsorten natürlich einfacher. Aber diese Entwicklung geben die Autohersteller vor, nicht wir.“